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Korrosionsmonitoring

Das von ISM angebotene Verfahren zur Feststellung von Korrosion ist weltweit einmalig und findet zum Beispiel bei der Prüfung von Rohrleitungssystemen Anwendung. Es ist als einziges System in der Lage, saure Korrosionsaktivitäten von außen zu messen. Das für die Raffinerie- und Chemieindustrie entwickelte Produkt verfügt über eine ATEX Zulassung und ist sowohl in einer tragbaren Variante als auch als Gerät zur Festinstallation erhältlich.

Verfahrensbeschreibung:

Sammlung einer Wasserstoffprobe

HYDROSTEEL ermöglicht die Messung der gasförmigen Wasserstoffdiffusion, die an Stahloberflächen auftritt. Die Stahloberfläche kann verschiedene Krümmungen und Oberflächenbedingungen aufweisen. Um eine Messung vorzunehmen, wird Raumluft von einer hochleistungsfähigen Pumpe mit geringem Strombedarf über die Stahloberfläche geführt. Dieser Test-Gasstrom wird durch eine speziell konzipierte, in die Fühlereinheit integrierte ‘Kollektorplatte’ geführt, die auf der Stahloberfläche befestigt wird. Die Fühlereinheit und die Kollektorplatten werden je nach Anwendung ausgewählt. Der gesammelte Wasserstoff wird durch einen schmalen Schlauch in das Analysegerät und seitlich über einen äußerst empfindlichen amperometrischen Sensor geleitet.

Bestimmung des gesammelten Wasserstoffniveaus

Der Nullpunkt für die Wasserstoffmessung im HYDROSTEEL ist die natürliche Konzentration an Wasserstoff in der Luft auf Meereshöhe, d.h. 0,5 ppm. Die schnelle Diffusion, und damit die schnelle Dispersion von Wasserstoff in der Luft resultiert in einer sehr niedrigen und stabilen natürlichen Konzentration in der Raumluft der meisten Umgebungen, selbst in geschlossenen Räumen. Aufgrund dieser Tatsache kann HYDROSTEEL dank seiner Interaktion mit Wasserstoffeinschlüssen und Wasserstoffeinschließenden Prozessen zur Messung äußerst geringer Wasserstoffdiffusionen aus Stahl eingesetzt werden. Die Integrität der gemessenen Daten wird anhand der Messgerätedrift des Wasserstoffgehalts in der Raumluft beschrieben, und diese Drift ist in der Regel sehr gering. Der Testgas-Strom F über die Stahloberfläche wird anhand von Drosselreglern und einem Bypass zwischen Pumpe und Sensor sorgfältig geregelt, um zu gewährleisten, dass er gleichmäßig und konstant bleibt. Eine weitere Funktion des Bypasses besteht darin zu gewährleisten, dass die Pumpe im Fall einer Verstopfung des Sensors nicht gegen ein negatives Druckdifferential arbeitet. Die Durchflussregelung ist insbesondere wichtig, da sich der Wasserstoff-Durchsatz J aus Stahl aus der folgenden Gleichung ergibt: J = c x F / A wobei A der effektive Bereich ist, über dem der Wasserstoff erfasst wird, und c die verstärkte Wasserstoffkonzentration, die sich aus dem Wasserstoffmitnahme ergibt. Die Ausgabegröße eines amperometrischen Sensors ist ein elektrischer Strom, der proportional zur vorliegenden Konzentration an Wasserstoff ist. Dieser Strom wird verstärkt und zur Anzeige und Aufzeichnung als Wasserstoffdiffusion skaliert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Fähigkeiten der HYDROSTEEL-Technologie zur Erfassung der Wasserstoffdiffusion in einem eindeutig definierten Bereich der Stahloberfläche in einem bekannten Luftstrom aus der Erfassung der äußerst geringfügigen Zunahme der Wasserstoffkonzentration, die in dem Luftstrom ermittelt wird, resultieren. Auf diese Weise kann die sehr geringe Wasserstoffdiffusion einfach, schnell und zuverlässig erfasst werden.